Felgenschaden bei der Leasingrückgabe: Was ist erlaubt, was wird berechnet?
Von MainZeitraum · Stand:
Der Bordstein war schneller als der Blick in den Spiegel. Bei Felgen nennen die Kataloge oft genaue Grenzwerte, und manche rechnen Schäden hier voll ab. Dieser Beitrag zeigt, welche Werte in öffentlichen Katalogen stehen.
Was Kataloge bei Felgen meist durchgehen lassen
Leichte Spuren ohne Materialabtrag gelten bei den meisten Katalogen als normale Abnutzung. Bei Alufelgen sind 20 mm eine verbreitete Grenze, andere Kataloge sind großzügiger oder nennen gar keine Zahl:
- Volkswagen Financial Services (02/2025): leichte Kratzer oder Schrammen kürzer als 20 mm ohne Materialabtrag; leichte Korrosion am Felgenlack unter 20 mm Ausdehnung.
- Allane (06/2023): unterscheidet nach Material. Bei Alufelgen liegt die Grenze ebenfalls bei 20 mm, bei Stahlfelgen erst bei 50 mm.
- Toyota Kreditbank (08/2021): mit unter 80 mm deutlich großzügiger, dafür höchstens ein Schaden pro Rad.
- Mercedes-Benz (abgerufen 09/2026): keine Zahl, sondern oberflächliche, leichte Kratzer und Abschürfungen.
Was voraussichtlich berechnet wird
Berechnet werden laut den Katalogen typischerweise Bordsteinschäden mit Materialabtrag an Leichtmetallfelgen, Schrammen und Korrosion über den genannten Grenzen, Verformungen am Felgenhorn, Risse und Brüche sowie fehlende oder nicht originale Radkappen. Der Volkswagen-Katalog weist außerdem darauf hin, dass Folgeschäden mitberechnet werden, etwa Lenkungsschäden nach einem Bordsteinkontakt.
Voll oder anteilig?
Bei Felgen rechnen mehrere Kataloge voll ab und nicht anteilig nach Alter und Laufleistung. So steht es zum Beispiel bei Volkswagen Financial Services und bei Allane. Ein Felgenschaden wird also nicht dadurch günstiger, dass das Auto schon einige Jahre gefahren ist. Ob das bei Ihrem Leasinggeber genauso ist, steht in dessen Katalog.
Vorher reparieren lassen?
Viele Felgenschäden lassen sich mit einer Felgenreparatur beheben. Ob sich das vor der Rückgabe lohnt, lässt sich nur im Einzelfall sagen. Es kann sich anbieten, wenn der Schaden voraussichtlich berechnet würde und die Reparatur bei einem Fachbetrieb Ihrer Wahl günstiger ausfällt. Holen Sie dafür am besten mehr als ein Angebot ein.
Der Volkswagen-Katalog nennt als Besonderheit: Glanzgedrehte oder pulverbeschichtete Felgen dürfen laut Hersteller nicht repariert, sondern müssen bei Beschädigung ersetzt werden. Fragen Sie deshalb vorab beim Fachbetrieb, ob Ihre Felge überhaupt repariert werden darf.
So dokumentieren und prüfen Sie Felgenschäden
- Fotografieren Sie jede Felge aus mindestens zwei Winkeln, bei diffusem Tageslicht ohne Blitz.
- Legen Sie ein Lineal oder Maßband an den Kratzer, damit die Länge erkennbar ist. An wenigen Millimetern hängt oft die Einordnung.
- Prüfen Sie, ob alle Radkappen oder Radzierblenden vorhanden und original sind.
- Klären Sie, ob Sie Sommer- oder Winterräder zurückgeben sollen. Manche Leasinggeber legen das nach Zeitraum fest.
Der Leasingampel-Check nimmt Ihnen das Abwägen ab: Er führt Sie mit je einer Anleitung zu allen vier Felgen, prüft jedes Foto auf Schärfe und Ausschnitt und schätzt anhand des Katalogs Ihres Leasinggebers ein, ob ein Felgenschaden voraussichtlich berechnet wird und ob er sich per Felgenreparatur beheben lassen könnte. Der Check ist in Kürze verfügbar; wer sich jetzt vormerkt, spart zum Start 10 %.